Frank Gaudlitz, aus der Serie "A MAZO"

 

Leben zwischen den Geschlechtern

aus Monopol, Magazin für Kunst und Leben

Mit seinem Projekt "A MAZO - Die Amazonen des Amazonas" setzt sich der deutsche Fotograf Frank Gaudlitz für mehr Sichtbarkeit Transsexueller in Südamerika ein.

Die Idee zu der Serie entstand, als Gaudlitz 2010 während seines Fotoprojekts "Sonnenstraße" den Weg des Wissenschaftlers Alexander von Humboldt durch die Anden verfolgte. Dort begegnete er entlang des Amazonas immer wieder Transsexuellen – starken, stolzen Frauen, die in einem männlichen Körper leben. Von der Gesellschaft nicht akzeptiert, sind die Amazonen täglicher Diskriminierung und körperlicher Gewalt ausgesetzt.

Gaudlitz lebte mehrere Monate unter ihnen. Dabei entstanden Porträts von oft stark geschminkten Frauen, die der Fotograf teilweise in Kombination mit arrangierten Stilleben zeigt, in denen er exotische Früchte mit tierischen Fragmenten kombiniert. Als Metapher für Schönheit und Verletzlichkeit, Paradies und Qual stehen die Stilleben den Porträts der Protagonisten gegenüber.

Der Band "A MAZO – Die Amazonen des Amazonas" erschien dreisprachig im Hatje Cantz Verlag und wurde unter anderem über eine Crowdfundingkampagne finanziert.